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»EFT-Startseite »Tipps & Tricks »Sei Spezifisch!»Vorwort Gary Craig, der Begründer des EFT, betont bei jeder Gelegenheit, wie wichtig es ist in der Anwendung der EFT-Akupressur-Routinen "spezifisch" zu sein. Diese Aufforderung findet sich wiederholt im EFT-Manual, auf der Website, in den Videos und während der Workshops. Ich glaube, der Satz "be specific" ist neben der »Grundaussage ("discovery statement") einer der meist genutzten Sätze in jeder EFT-Ausbildung. Andererseits treten gerade hier für viele ungeübte Anwender die meisten Probleme auf. Auch wenn es nahe liegt, ist ein Einstimmungssatz wie "Obwohl ich dieses (Problem) habe, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin" oft nicht wirklich wirksam. Er ist zu "global". Wie finde ich aber ein "spezifisches" Ereignis für die Behandlung mit EFT? Was ist ein "spezifisches" Gefühl? Muss ich immer wissen, was das "ursprüngliche und traumatische Erlebnis" war, dass eine Angst ausgelöst hat? Mit diesem Artikel will ich Ihnen Antworten auf diese Fragen geben. Auch wenn der Artikel das Beispiel einer Klaustrophobie / Aufzugsphobie wählt, ist das Prinzip auf alle anderen Probleme übertragbar. Der EinstiegWenn Sie kein spezifisches Erlebnis oder Gefühl finden können, ist es für einen ersten Einstieg in die EFT-Behandlung, durchaus sinnvoll, auch das "globale" oder "übergeordnete" Thema zu bearbeiten. Immer wieder bringt das "Klopfen" des globalen Einstimmungssatzes Gedanken, Gefühle oder körperliche Empfindungen hervor, die Ihnen helfen, "spezifischer" zu werden. Diese spezifischen Besonderheiten führen manchmal direkt zum sogenannten Wurzel- oder Kernthema, oft dem Ereignis, bei dem Sie das Problem zum allerersten Mal erlebten. Nach meiner Erfahrung, ist es ein guter Einstiegspunkt, mit genau der konkreten Situation zu beginnen, in der die problematischen Gefühle aktuell auftreten oder auftraten. Wenn Sie die angstauslösende Situation lange gemieden haben, können Sie entweder versuchen, sich vorzustellen, wie es Ihnen ergehen würde, wenn Sie sich der Situation in 5 Minuten stellen müssten. Falls das nicht ausreicht, um ein Gespür für ihre "spezifischen" Reaktionen zu bekommen, gehen Sie in die Nähe des angstauslösenden Reizes, aber nicht so nahe, dass die klaustrophobischen Reaktionen schon beginnen. Sie sollen nur in der Lage sein, sich die Angstreaktionen möglichst "spezifisch" vorzustellen. Denken Sie daran: EFT ist keine Methode, die Mut oder Willenskraft voraussetzt. EFT richtig angewandt ist auch keine Konfrontationsbehandlung sondern völlig angstfrei. Können Sie sich eine Situation vorstellen? Dann gehen wir zum nächsten Schritt ... Die spezifischen AspekteStellen Sie sich folgende Fragen:
Wenn Sie immer noch schwierigkeiten haben, das Gefühl zu bennenen, versuchen Sie doch einmal zu überlegen, was Ihnen in der Situation durch den Kopf geschossen ist. Waren Sie in einem Aufzug, fühlten sich wie erstarrt, bekamen kaum noch Luft, Ihr Herz raste und Ihre Hände waren schweißnass? Haben Sie evtl. gedacht: "O Gott, hier komme ich nie wieder raus!" Dann zerlegen Sie diese ganze Erfahrung in einzelne "spezifische" Aspekte und behandeln jeden Aspekt mit EFT. Das kann dann zum Beispiel so aussehen: Einstimmung: "Obwohl ich das letzte Mal im Aufzug wie erstarrt war, "Obwohl ich das letzte Mal im Aufzug keine Luft mehr bekam, liebe ..."; "Obwohl beim letzten Mal im Aufzug dieses furchtbare Herzrasen hatte, liebe ..."; "Obwohl ich fuchtbare Angst hatte, nicht mehr 'raus zu kommen, liebe ..." Oder "Obwohl ich solche Angst hatte verrückt zu werden, liebe ..." Bitte beachten Sie, dass der Körper (oder das Energiesystem unseres Körpers) die Wahrheit hören möchte! Sagen Sie nicht "Obwohl mir unwohl war", wenn sie fühlen "Obwohl ich kurz vor dem Kotzen war". Die Wirkung von EFT ist immer dann am stärksten, wenn wir Gefühle und Körperreaktionen so direkt und drastisch benennen, wie wir es in der Situation erlebt haben. Wenn Sie während der Behandlung nicht in der Situation sind, die die klaustrophobischen Reaktionen auslöst, können Sie am Ende des Einstimmungssatzes noch folgendes anhängen: "und ich entscheide, mich ruhig, gelassen und entspannt zu fühlen, wann immer ich in einem Aufzug bin". (Setzen Sie ein, wie Sie sich fühlen wollen.) Steht es bevor, dass Sie sich Ihrer ursprünglich angstbeladenen Situation stellen, empfehle ich zu "klopfen" bevor Sie in diese Situationen gehen. Das wird Ihr Energiesystem ausbalancieren und Ihre Reaktion wird vermutlich nicht mehr so intensiv sein (wenn sie überhaupt noch auftritt). Denken Sie daran: Es ist unerheblich wie lange ein Gefühl bestanden hat oder wie stark es war. Wenn Sie ein Problem und seine "spezifische" Aspekte mit Hilfe von EFT überwunden haben, spüren Sie emotionale Freiheit in Situationen, die vorher unerträglich waren. Seien Sie gründlich
Es ist wichtig, dass Sie jedes einzelne Symptom, jeden Aspekte gründlich bearbeiten, so dass die subjektive Belastung auf "0" ist, bevor Sie zum nächsten gehen. Sollte Ihnen das schwer fallen, weil Ihr gedanklicher Fokus innerlich und ohne dass Sie es wollen "von Aspekt zu Aspekt wandert" könnte es hilfreich sein, den spezifischen Aspekt auf ein Blatt Papier zu schreiben. Diesen legen Sie dann vor sich hin und lesen den entsprechenden Satz während des Klopfens einfach ab.
Behandeln Sie längere Erlebnisse mit der "Kurzfilm-Technik". Falls Sie die Kurzfilm-Technik nicht kennen suchen Sie bitte auf www.emofree.com unter "short movie". Eventuell werde ich die "Kurzfilm-Technik" in einem der nächsten "Tipps & Tricks" behandeln. Wichtig ist es, jedes Ereignis zu "klopfen", dass Sie erinnern können, jedes körperliche Symptom, dass Sie erleben und jede Emotion hinter all dem ... eins nach dem anderen. Wir nennen das "Aspekte". Wenn einmal alle Aspekte "zusammengefallen" sind, wird die phobische Reaktion verschwinden und Sie erleben die "Emotionale Freiheit" die EFT den Namen gegeben hat. Viel Erfolg und ... |
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