www.diplompsychologen.info

{psychologie, psychotherapie & mehr ... }

 

» Fragen & Anworten » Psychologie-Lexikon

»A

»B

»C

»D

»E

»F

»G

»H

»I

»J

»K

»L

»M

»N

»O

»P

»P2

»P2

»Q

»R

»S

»T

»U

»V

»W

»X

»Y

»Z


« zurück zu "Fragen & Antworten" ..

Blatt Blume Glas Wasser 
Angststörungen
Eine Gruppe »psyschischer Störungen, die ihre Gemeinsamkeit in einem übersteigerten Angstempfinden haben. Betroffene Menschen erleben ausgeprägte Angst und körperliche Angstsymptome, die i.d.R. so stark sind, dass sie dass alltägliche Leben beeinträchtigen.
Angststörungen entstehen durch "Fehl-" bzw. "Überreaktionen" des Körpers, der im »vegetativen Nervensystem auf Alarm schaltet, obwohl von außen gesehen kein Grund für eine solche Reaktion vorliegt.

Zu den Angststörungen zählen u.a. die Panikstörung / Agoraphobie, die Soziale Phobie, die spezifischen Phobien (z.B. Höhenangst; Angst vor Hunden, Spinnen, Spritzen; Prüfungsangst, aber auch Krankheitsängste) und die so genannte "Generalisierte Angststörung". Die Behandlung der Angststörungen erfolgt durch »Psychotherapie, manchmal kombiniert mit »Anxiolytika.

Neu: Da die Gruppe der Angststörungen sehr umfangreich ist, finden Sie weitere Informationen auf der »Spezialseite Angst.
Antidepressiva
Einzahl: "Antidepressivum"; Medikamente, die zur Behandlung der Depression einsetzt werden. Es gibt unterschiedliche Antidepressiva (MAO-Hemmer, Trizyklische Antidepressiva, SSRI und SSNRI), alle verändern auf die eine oder andere Art das Gleichgewicht des »Neurotransmitters "Serotonin". Siehe »Psychopharmaka.
Anxiolytika
Einzahl: "Anxiolytikum"; Medikamente, die zur Behandlung von Angststörungen eingesetzt werden. Siehe »Psychopharmaka.
Blatt Blume Glas Wasser 
Depression
("depressiv" = gr., niedergedrückt) Eine Gruppe »Psychischer Erkrankungen, die dadurch gekennzeichnet ist, das die Betroffenen unter gedrückter Stimmung, ausgeprägten Freudlosigkeit, Interessenlosigkeit und vermindertem Antrieb leiden. Oft kommen noch unangemessene Schuldgefühle, leichte Erschöpfbarkeit, Konzentrations- und Schlafstörungen, »vegetative Unruhe, negative Zukunftsperspektiven bis hin zu Selbstmordgedanken dazu.
 
Über die Ursachen herrscht keine einheitlich Meinung. Am wahrscheinlichsten ist ein Zusammenspiel von genetischen und lebensgeschichtlichen Faktoren.

Depressionen sollten nicht ohne »fachärztliche oder »psychotherapeutische Hilfe behandelt werden.

Eine Depression kann eine Seite einer sogenannten bipolaren Störung sein (manisch-depressiv), in der die Betroffenen zwischen Phasen extremer Niedergeschlagenheit und - ebenso krankhaft - unangemessener Hochstimmung und Selbstüberschätzung wechseln.

Nicht leicht von der »Depression abzugrenzen ist die zu den »Psychischen Störungen zählende Dysthymie ("dysthym" = gr., missgestimmt), die sich weniger stark körperlich auswirkt, oft langfristig entsteht und bei der eher lebensgeschichtliche Entstehungsfaktoren vermutet werden.
Diplom-Psychologe
"Diplompsychologe" ist ein akademischer Grad, der in Deutschland nach einem erfolgreichen Studium der »Psychologie an einer deutschen oder vergleichbaren Hochschule verliehen wird.
Wie die allgemeinere Bezeichnung »Psychologe ist dieser akademische Grad gesetzlich geschützt, um zu garantieren, dass ein Kunde oder Klient sicher sein kann, einen entsprechend qualifizierten Fachmann vor sich zu haben.
Achtung: Es gibt immer wieder Personen, die sich "psychologischer Berater" oder ähnlich nennen bzw. ähnlich klingende Dienstleistungen anbieten "Astrologische Psychologie" oder Ähnliches. Hier sind keine »Psychologen zu erwarten, sondern Personen mit unterschiedlicher - meist nicht akademischer - Ausbildung, die sich in einer juristischen Grauzone bewegen.
EFT / Emotional Freedom Techniques™ / Energiefeld-Therapie
Die "Emotional Freedom Techniques™" (EFT) wurden in den USA von Gary Craig entwickelt. EFT ist die bekannteste Vertreterin aus einer Vielzahl von neuen Therapiemethoden der sogenannten "Energetischen Psychologie". Allen gemeinsam ist die Erkenntnis, dass der "Grund aller negativen Emotionen in einer Störung des körpereigenen Energiesystems liegt" und dass diese Störung durch die Behandlung spezifischer Akkupressurpunkte behandelt werden kann. Mehr Informationen unter »EFT in der Rubrik »Therapieverfahren.
Blatt Blume Glas Wasser 
Facharzt für psychotherapeutische Medizin
der Facharzttitel setzt ein abgeschlossenes Medizinstudium und eine mehrjährige klinische Ausbildung in »Psychotherapie voraus. Der "Facharzt für Psychotherapeutische Medizin" ist in Abgrenzung zum »Psychiater und zum »Neurologen weniger mit der körperlichen und medikamentösen als eher mit der psychotherapeutischen Behandlung der psychischen Störung befasst. Dennoch darf er als Arzt i.d.R. auch Medikamente verschreiben. Darüber hinaus sind Kombinationen mit den genannten Facharzt-Titeln möglich; siehe auch »Nervenarzt.
Familientherapie
Siehe »Systemische Therapie.
Blatt Blume Glas Wasser 
Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeuten
Die Bezeichnung "Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut" oder "~therapeutin" ist in Deutschland durch das »Psychotherapeutengesetz geschützt und darf nur von Ärzten, »Psychologen oder Sozialpädagogen mit einer gesetzlich anerkannten Psychotherapieausbildung mit Spezialisierung für Kinderpsychotherapie geführt werden.
Ein KuJPT hat also ein abgeschlossenes Studium der »Psychologie, Sozialpädagogik oder (seltener) der Medizin hinter sich und darüber hinaus eine mehrjährige Ausbildung ein einem "wissenschaftlich anerkannten" »psychotherapeutischen Verfahren absolviert. Die Erlaubnis zum Tragen dieser Bezeichung setzt darüber hinaus eine gesetzlichen "Approbation" durch die zuständige »Landesbehörde voraus.
Blatt Blume Glas Wasser 
Neuroleptika
Einzahl: "Neuroleptikum"; Medikamente zur Behandlung von »Psychosen und Wahnhaften Störungen, aber auch bei starken Angst- oder Erregungszuständen eingesetzt werden. Man unterscheidet die klassischen Neuroleptika, und die neueren sogenannten "Atypischen Neuroleptika". Siehe »Psychopharmaka
Neurologe
"Facharzt für Neurologie"; der Facharzttitel setzt ein abgeschlossenes Medizinstudium und eine mehrjährige klinische Ausbildung in »Neurologie voraus. Der Neurologe ist in Abgrenzung zum »Psychiater eher für Erkrankungen des Nervensystems und der Nerven wie z.B. Parkinson-Syndrom oder Alzheimer zuständig. Neurologen arbeiten in Psychiatrien (auf neurologischen Stationen), Allgemeinkrankenhäusern, Ambulanzen oder eigener Praxis.
Bei den Neurologen sind zusätzliche Ausbildungen als »Psychotherapeut eher selten. Aber Kombinationen mit zusätzlichen Facharzt-Titeln sind denkbar, siehe z.B. »Nervenarzt.
Neurologie
Die medizinische Disziplin, die sich mit den klinischen und pathologischen Aspekten der Struktur und Funktion des zentralen und peripheren Nervensystems befasst, siehe »Neurologe.
Blatt Blume Glas Wasser 
Neuron (Nervenzelle)
Zelltyp des Nervensystems mit spontaner oder reaktiver Erregbarkeit und der Fähigkeit zur Verarbeitung, Weiterleitung oder Hemmung von Nervenimpulsen. Ein Neuron wird von mehreren bis einigen Hundert anderen Neuronen angesteuert und hat typischerweise eine weiterleitende Faser (das Axon), mit der es Impulse weiterleitet oder andere Zellen "hemmt". Diese Weiterleitung wird über »Neurotransmitter innerhalb der »Synapsen vollzogen.
Neurose
Siehe »Psychische Störungen.
Neurotransmitter
"Botenstoff der Nervenzellen"; Chemische Moleküle, die zur Reizweiterleitung zwischen Nervenzellen (»Neuronen) im sogenannten "Synaptischen Spalt" dienen; siehe »Synapse.
 
Das Gleichgewicht der Neurotransmitter im Nervensystem ist von enormer Bedeutung. Krankheiten wie das Parkinson-Syndrom aber auch alle »psychischen Störungen oder Erkrankungen gehen u.a. mit einem veränderten Transmitterhaushalt einher. Die Behandlung mit »Psychopharmaka zielt in der Regel auf eine Regulation eines so veränderten Transmitterhaushaltes.
Nervenarzt
Der Titel "Nervenarzt" darf nur von Medizinern geführt werden,
die sowohl »Psychiater als auch »Neurologen sind.
Blatt Blume Glas Wasser 
Persönlichkeitsstörung
Personen mit Persönlichkeitsstörungen zeigen anhaltende und kaum veränderliche Verhaltensmuster, die starre Reaktionen auf unterschiedliche Lebenslagen bewirken. Sie unterscheiden sich von der Mehrheit der Bevölkerung durch deutliche Abweichungen im Bereich Wahrnehmung, Denken, Fühlen und in Beziehungen zu anderen. Dabei ist die persönliche und soziale Funktions- und Leistungsfähigkeit oft gestört.

Eine Persönlichkeitsstörung liegt nur vor, wenn ausreichend viele dieser Merkmale zutreffen und die Störung dauerhaft besteht.

Eine Persönlichkeitsstörung beginnt bereits im Kindesalter oder in der Pubertät und dauert bis ins Erwachsenenalter an. Zu unterscheiden ist sie von einer Persönlichkeitsänderung, die erst im Erwachsenenalter erworben wird, etwa nach einer extremen Belastungssituation.
Über die Ursachen psychischer Störungen und Erkrankungen besteht keine Einigkeit. Es werden sowohl lebensgeschichtliche (psychogene), genetische als auch toxische und infektiöse Ursachen untersucht.

In der Regel werden mehrere unterschiedliche Formen unterschieden. Mehr Infos »hier.
Die Behandlung der Persönlichkeitsstörungen erfolgt nahezu ausschließlich mit psychotherapeutischen Methoden.
Physiologie
Die Physiologie ist die Lehre von der "Physis", d.h. die Wissenschaft vom Struktur/Aufbau und (Stoffwechsel-) Vorgängen des Körpers. Physiologie gibt es als Unterkategorie der Medizin wie auch der »Psychologie.
Phytopharmaka
Einzahl: "Phytopharmakum"; Medikamente, die aus Pflanzen oder Pflanzenextrakten gewonnen werde. In der Psychotherapie werden aus dieser Medikamentengruppe vor allem Johanniskraut, Kawa-Kawa, und Baldrian eingesetzt. Siehe auch »Psychopharmaka
Achtung: Der Begriff "Pflanzliche Medikamente" heißt nicht, dass es hier keine Nebenwirkungen geben kann! Er bezieht sich nur auf den Ursprung der verwendeten Wirkstoffe. (Zigaretten/Nikotin sind auch pflanzlich!)
Psyche
Im engeren Sinne steht die Psyche (griechisch: Seele) für die Gesamtheit der geistigen Vorgänge, der psychischen Funktionen (z.B. Wahrnehmung, Gedanken, Gefühle) und der Beweggründe des Verhaltens; im Gegensatz zum materiellen Körper (griechisch: Soma). Siehe »Psychosomatik.
Psychiater
"Facharzt für Psychiatrie"; der Facharzttitel setzt ein abgeschlossenes Medizinstudium und eine mehrjährige klinische Ausbildung in »Psychiatrie voraus. Der Psychiater ist in Abgrenzung zum »Neurologen eher für sogenannte Psychische Erkrankungen wie Psychosen (z.B. Schizophrenien) oder Depressionen zuständig. Psychiater arbeiten in Psychiatrien, Allgemeinkrankenhäusern, Ambulanzen oder eigener Praxis, die Behandlung ist oft primär medikamentös.
Manche Psychiater haben zusätzlich noch eine Ausbildung als »Psychotherapeut. Auch Kombinationen mit zusätzlichen Facharzt-Titeln sind denkbar, siehe z.B. »Nervenarzt.
Psychiatrie
Der Zweig der Medizin, der sich mit schweren »psychischen Erkrankungen beschäftigt, siehe »Psychiater.
Blatt Blume Glas Wasser 
Psychische Störung, Psychische Erkankung
Bezeichnung für belastende oder krankhafte Veränderungen des menschlichen Erlebens und Verhaltens. Die beiden Begriffe werden oft in unklar definierter Weise genutzt. Am häufigsten wird in der modernen Psychotherapie folgende Unterscheidung benutzt:

1) Als Psychische Störungen werden die "seelischen Probleme" bezeichnet, die spezifische Funktions- oder Gefühlsbereiche betreffen, wie z.B. »Angst- und Panikstörungen, Zwangsstörungen, Sucht und Abhängkeiten, »Dysthymie (mildere Form der Depression) bei denen aber die Grundfuktionen der menschlichen »Psyche erhalten bleiben; verwandter Begriff: Neurosen.
Psyschische Störungen werden meistens primär mit »Psychotherapie behandelt und heilen oft vollständig aus.
 
2) Als Psychische Erkrankungen werden oft die Veränderungen im Erleben und Verhalten beschrieben, die weitreichende Veränderungen in den Funktionsweisen des Gehirns auslösen . Hierzu zählen neben den Depressionen vor allem die Schizophrenien (Psychosen) und Wahnhaften Störungen sowie die "Borderline-Störungen". Allen genannten "Erkrankungen" gemeinsam ist, dass sie sowohl die Realitätswahrnehmung wie auch die Gefühle des Patienten stark beeinträchtigen.
Psychische Erkrankungen werden meist mit einer Kombination aus »Psychopharmaka und »Psychotherapie behandelt.
 
Eine Zwischenstellung nehmen die sogenannten »Persönlichkeitsstörungen bezeichnet (z.B. »Borderline-Persönlichkeitsstörung, Histrionische Persönlichkeit, Ängstliche ~ und Abhängige Persönlichkeit), die zwar ebenfalls spezifische Funktionsbereiche betreffen, aber lebensgeschichtlich früh ausgelöst werden (sogenannte "frühe Störungen") und starre Reaktionen auf unterschiedliche Lebenslagen beinhalten. Die Reaktionsmuster werden dabei oft als zur eigenen Persönlichkeit gehörig empfunden.

Psychische Störungen und Erkrankungen zeigen sich im Verhalten und Erleben der Betroffenen (v.a. Gedanken, Gefühle & Wahrnehmung) und auch in einem verändern Hirnstoffwechsel der sich durch bildgebende Verfahren der »Neurologie nachweisen läßt (z.B. Magnetresonanztomographie).
Blatt Blume Glas Wasser 
Psychoanalytiker
Ein Psychotherapeut, der eine abgeschlossene Ausbildung in »Psychoanalyse aufweist und nach diesem »Therapieverfahren behandelt. Siehe »Psychoanalyse.
Psychoanalyse
Ursprünglich von Siegmund Freud entwickelte Methode zur Erkennung & Behandlung seelischer Störungen. Obwohl es inzwischen sehr viele unterschiedliche Weiterentwicklungen der Psychoanalyse gibt, geht die Behandlungsmethode grundsätzlich von der Annahme "unbewusster" Anteile des menschlichen Fühlens oder Denken aus. Psychische Störungen (wie Ängste, Depressionen u.a.) werden in der Psychoanalyse als Ausdruck unbewusster, innerpsychischer Konflikte verstanden. Werden die Konflikte bewusst gemacht, lösen sich die zugehörigen Störungen ("Neurosen"). In der Psychoanalyse wird daher z.B. mit Traumdeutung, freiem Assoziatiieren und v.a. den sogenannten "Gegen-Übertragungen" gearbeitet, bei denen der Analytiker seine eigenen emotionalen Reaktionen auf das Verhalten des Patienten analysiert. In der klassischen Psychoanalyse liegt der Patient auf der berühmten Couch, während der »Analytiker hinter ihm sitzt. Mehr Informationen auf der Website der »DGPT und beim »Psychiatrie-Netz.
 
Inhaltlich eng verwandt mit der Psychoanalyse ist die "Tiefenpsychologisch-fundierte Psychotherapie", die aber etwas kürzere Therapiedauer aufweist und nicht mehr im Liegen stattfindet. Mehr Informationen auch hierzu bei der »DGPT
Blatt Blume Glas Wasser 
Psychologe
Nach dem griechischen Wort für "Seelengelehrter", von »Psyche (Seele) und Logos (Wort/Lehre). Wie der akademische Grad »Diplom-Psychologe, darf auch die allgemeinere Bezeichnung Psychologe nur von Absolventen des Studienganges »Psychologie geführt werden und ist gesetzlich geschützt.
Psychologie
Aus dem Griechischen: Die Lehre/das Wort (logos) von der Seele (»Psyche).
Die moderne Definition der Psychologie von der Psychologie als "Wissenschaft vom Erleben und Verhalten des Menschen" deutet an, dass die akademische, naturwissenschaftlich geprägte Psychologie eine Wissenschaft im Schnittfeld zwischen Biologie, Neurologie, Medizin, Sozialwissenschaften und Philosophie ist.
 
Grundlage der heutigen akademischen Psychologie ist ein eher naturwissenschaftlich geprägtes Wissenschaftsverständnis, wie es u.a. der englische Philosoph Karl Popper geprägt hat. Das heißt, dass die Psychologie vor allem auf dem Weg von der Idee über Experiemente zur Theorie des Menschen gelangt.
Anders ausgedrückt: Moderne, naturwissenschaftliche Psychologie lebt nicht in erster Linievon der "Erkenntnis" sondern einem ständigen Wechselspiel von vielen "Experimenten" und sich entwickelnden Theorien.
 
Psychologie ist in Deutschland ein Diplomstudiengang. Mehr Infos gibt es bei der »Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPS), die die akademische Psychologie repräsentiert und beim »Berufsverband deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP)
Blatt Blume Glas Wasser 
Psychologischer Psychotherapeut
Die Bezeichnung "Psychologischer Psychotherapeut" wurde mit dem »Psychotherapeutengesetz eingeführt und ist gesetzlich geschützt. Erlaubnis zum Tragen dieser Bezeichung setzt eine gesetzlichen "Approbation" durch die zuständige »Landesbehörde voraus.
Ein "Psychologischer Psychotherapeut" muss ein abgeschlossenes Studium der »Psychologie und zusätzlich eine mehrjährige Ausbildung in eine wissenschaftlich anerkannten psychotherapeutischen Verfahren aufweisen. Siehe »Psychotherapeut, »Psychologie, »Therapieverfahren
Psychopharmaka
Einzahl "Psychopharmakon", Medikamente, die auf die »Psyche, also auf Gefühle und Gedanken, des Patienten einwirken. Siehe »Antidepressiva, »Anxiolytika, »Neuroleptika & »Phytopharmaka.
Psychose
Siehe »Psychische Erkrankungen
Psychosomatik
Der Zweig der Medizin, der sich mit der Auswirkung »psychischer (seelischer) Faktoren auf somatische (körperliche) Erkrankungen befasst. Als "Psychosomatisch" werden oft solche Krankheiten bezeichnet, bei denen kein ursächlich organischer Befund sichtbar ist; nicht zu verwechseln mit "eingebildeten Krankheiten".
 
Letztlich ist davon auszugehen, dass es keine Beeinflussung in nur eine Richtung gibt. An vielen Stellen läßt sich auch eine Auswirkung körperlicher Probleme auf die »Psyche feststellen ("Somatopsychik"*); oft kann auch von einer gegenseitigen Wechselwirkung ausgegangen werden ("Somato-Psycho-Somatik..."*).* = beide Begriffen sind Kunstbegriffe und werden nicht wirklich verwendet.
Blatt Blume Glas Wasser 
Psychotherapeut
Die Bezeichnung "Psychotherapeut" oder "Psychotherapeutin" ist in Deutschland durch das »Psychotherapeutengesetz geschützt und darf nur von Ärzten (mit entsprechender Zusatzausbildung), »Psychologischen Psychotherapeuten sowie »Kinder und Jugendlichenpsychotherapeuten geführt werden.
Ein Psychotherapeut hat also ein abgeschlossenes Studium der Psychologie oder der Medizin, oder im Falle der »Kinder- und Jungendlichenpsychotherapeuten auch der Sozialpädagogik, hinter sich und darüber hinaus eine mehrjährige Ausbildung ein einem "wissenschaftlich anerkannten" psychotherapeutischen Verfahren absolviert. Siehe auch »Therapieverfahren.
Psychotherapie (1)
Psychotherapie heißt Heilen mit seelischen Mitteln.
Nach dem deutschen »Psychotherapeutengesetz ist Psychotherapie "... jede mittels wissenschaftlich anerkannter psychotherapeutischer Verfahren vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Störungen mit Krankheitswert". Psychotherapie umfasst dabei die Diagnostik und Behandlung »psychischer Störungen und Erkrankungen, bzw. auch die Behandlung der psychischen Auswirkungen körperlicher Erkrankungen. Wenn nötig wird eine psychotherapeutische Behandlung durch eine medikamentöse Behandlung mit »Psychopharmaka ergänzt.
Wie eine Psychotherapie im einzelnen abläuft, hängt stark von der Wahl des »Therapieverfahrens ab.
Psychotherapie (2)
Eine ältere Zusatzbezeichnung für Ärzte mit einer kurzen Zusatzqualifikation in einem anerkannten psychotherapeutischen Verfahren; wird heute zunehmend vom »Facharzt für psychotherapeutische Medizin abgelöst.
Blatt Blume Glas Wasser 
Synapse
Die Weiterleitung von Nervenimpulsen von Zelle zu Zelle erfolgt an sogenannten "Synapsen" (Schaltstellen). Die übertragende Zelle endet an dieser Übertragungsstelle in einer Art Verdickung der "präsynaptische Faser". Die empfangende Zelle entwickelt die sogenannte "subsynaptische Membran" mit einer Vielzahl von Rezeptoren (Empfängern). Der dazwischen liegende "Synaptische Spalt" ist extrem schmal (200 - 300 Å). Diese drei Bauteile bilden zusammen eine Synapse.
 
Während die Reizweiterleitung innerhalb einer Nervenzelle (»Neuron) in erster Linie durch elektrische Impulse weitergeleitet werden (durch sog. Potentialdifferenzen an der Zellmembran), geschieht die Übertragung eines Impulses innerhalb der Synapse durch »Neurotransmitter. Die übertragende "präsynaptische Zelle" setzt dazu die entsprechenden Moleküle frei, die von den Rezeptoren der nachfolgenden Zelle registriert werden und hier wiederum chemische und elektische Reaktionen auslösen.
Systemische (Familien-) Therapie
In den 60er Jahren entstandene psychotherapeutische Methode, die davon ausgeht, dass psychische Störungen einzelner Menschen 1) Ausdruck der Probleme übergeordneter Systeme (z.B. Familien) sind, 2) oft aus missglückten "Lösungsversuchen" entstanden sind bzw. 3) "Wirklichkeitskonstruktionen" darstellen, die sich relativ schnell auflösen lassen, wenn sich der richtigen Zugangsweg findet.
Familientherapeutische Methoden zeichnen sich dadurch aus, dass oft die ganze Familie zur Therapie kommt und sind oft ausgesprochene Kurzzeitbehandlungen. Siehe »Therapieverfahren.
Blatt Blume Glas Wasser 
Therapieverfahren
Es gibt eine Fülle verschiedener Verfahren zur »Psychotherapie, die teilweise auf unterschiedlichste Grundannahmen zurückgehen. Die bekanntesten sind (in historischer Reihenfolge): »Psychoanalyse, und die verwandte »Tiefenpsychologie, Gestalttherapie, Gesprächstherapie, »Verhaltenstherapie und »Systemische (Familien-) Therapie. Weniger bekannt sind die Transaktionsanalyse, das Psychodrama und als neueste Entwicklung die sogenannte »Energie-Psychologie mit ihrem prominentesten Vertreter, der »EFT.
Mehr Informationen gibt es in der Rubrik »Therapieverfahren und bei den »Links.
 
Ein interessantes Buch zur Gegenüberstellung und zum Vergleich verschiedener Therapieverfahren ist "Zu heilen die zerstoßenen Herzen"; siehe »Buchtipps.
 
Als "wissenschaftlich anerkannte Verfahren" gelten (aus lobbypolitischen und finanziellen Gründen) in Deutschland derzeit nur drei Therapieformen: »Psychoanalyse/Tiefenpsychologisch fundierte Therapie, »Verhaltenstherapie und »Gesprächstherapie, wobei derzeit nur die ersten beiden Verfahren von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden. In einigen europäischen Nachbarländern (besonders in Österreich) ist das Spektrum der anerkannten und von den Krankenkassen finanzierten Therapieformen deutlich größer.
Vegetatives Nervensystem (Autonomes Nervensystem)
Im Gegensatz zum "Zentralen Nervensystem" (ZNS), das den bewußten und willkürlich beeinflußbaren Teil unserer Wahrnehmung und unserer Körpersteuerung beinhaltet, ist das "vegetative Nervensystem" (VNS) für die unwillkürlichen, nicht direkt beeinflußbaren - eben autonomen - lebenserhaltenden Körperreaktionen zuständig. Es regelt u.a. Hormonhaushalt, Imunsystem, Körpertemperatur und den Schlaf-Wach-Zyklus.
 
Für die »Psychologie & »Psychotherapie ist das VNS vor allem daher interessant, weil es auch die automatische Anpassung der Körpers an Stress- oder Entspannungssituationen regelt und in der Entstehung von z.B. »Angststörungen, aber auch »Depressionen und Burn-Out eine große Rolle spielt.
Verhaltenstherapie
Die Verhaltenstherapie entstand Ende der 60er Jahre aus der akademischen "Lernpsychologie". Die Grundidee ist es, dass sich jedes menschliche Verhalten (auch physiologische Reaktionen wie Angst, Depressionen etc.) nach einfachen Lerngesetzen verstehen lässt. Damit wird eine »Psychische Störung als erlentes Verhalten verstanden, dass dementsprechend wieder "verlernt" werden kann. Dementsprechend arbeiten Verhaltenstherapeuten i.d.R. direkt an der problematischen Situation. Verhaltenstherapie gilt als eines der am besten erforschten psychotherapeutischen Methoden. Siehe »Therapieverfahen.
Zwangsstörung
Zwangsstörungen sind psychische Störungen, bei denen sich den Patienten Gedanken und Handlungen aufdrängen, die sie als sinnlos oder übertrieben erkennen.

Die Störung ist dabei durch wiederkehrende, scheinbar unwiderstehliche Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen gekennzeichnet. Zwangsgedanken sind Ideen, Vorstellungen oder Impulse, die sich dauernd wiederholen, quälend sind und nicht durch Willensanstrengung beeinflusst werden können. Zwangshandlungen sind Stereotypien, die ständig wiederholt werden müssen. Typische Beispiele sind der Waschzwang und der Ordnungszwang. Diese zwanghaften Gedanken und Handlungen erfordern einen hohen Zeitaufwand und behindern den Alltag erheblich.

Bei Zwangsgedanken geht es meistens um angstvolle Gedanken und Überzeugungen, jemandem zu schaden, in eine peinliche Situation zu kommen oder ein Unheil anzurichten. Thematisch geht es häufig um Schuld oder Verunreinigung. Zwangshandlungen bestehen dementsprechend oft aus Kontrollhandlungen oder Reinigungshandlungen. Ein Beispiel ist der Waschzwang. Zwangsstörungen können so stark ausgeprägt sein, dass eine normale Lebensführung unmöglich ist.

Die Erkrankung beginnt meist im Jugend- oder frühen Erwachsenenalter vor dem 30. Lebensjahr. Die Erkrankung beginnt meist langsam zunehmend und verschlimmert sich stetig. Ohne wirksame Therapie verläuft sie zu zwei Dritteln chronisch, zu einem weiteren Drittel schubweise mit akuten Verschlechterungen unter besonderen Belastungen.

Die Behandlung erfolgt »psychotherapeutisch, gelegentlich werden parallel »Psychopharmaka eingesetzt.
 
 
 

 

Startseite · Seitenanfang · Impressum

Blatt Blume Glas Wasser

 


 Diese Webseite ist ein Service der "Praxis für Systemische Psychologie" © g.stiehler 2002-2004